STATUS QUO
Mittwoch, 21. Februar 2018 - 10:14 Uhr

STATUS QUO

Zum Thema Atlantis hatte sich im Laufe der Zeit ein themen-spezifisches Handling ein­geschlichen, das jeglicher Grundlogik (Axiomatik) widerspricht. Sei’s aus Ignoranz oder aus Unwissenheit; die Atlantologen dealen mit beidem. Dabei haben die Unwissenden tatsächlich keine Ahnung, während die Ignoranten es gar nicht erst wissen wollen: €

Obgleich Plato weder in KRITIAS, noch in TIMAIOS einen Kontinent Atlantis erwähnte, ...das sind die  beiden Werke Platos, die das Atlantis-Thema transportieren, ...geistert dieser Kontinent durch etwa 90% der Atlantis-Literatur. Ein Blick auf die aktuelle Radarkarte der NASA – unten – zeigt,  wo sich der Urkontinent Pangäa vor etwa 350 Millionen Jahre zu teilten begann und seit dem als die Kontinente Nord/Südamerika und Europa/Afrika permanent auseinander driften…

  

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Ein Kontinent Atlantis kann somit gar nicht erst entstanden sein, da die Evolution einen entgegengesetzten Verlauf nahm: Anstatt eines Kontinentes Atlantis entstand ein gleichnamiges Meer; – der Atlantik. 

       Atlantis war bereits Jahrhunderte vor Solon/Platos Zeiten in Vergessen geraten. So war Solon äusserst erstaunt, als er in den Jahren 570/60 VC im ägyptischen Saïs mit dieser Thematik konfrontiert wurde: (Tim. 23 d) >Mit Verwunderung habe Solon (…) das vernommen und die Priester inständigst gebeten, ihm der Reihe nach alles genau zu berichten, das seine Mitbürger (Athens) aus alter Zeit betraf.<   In diesem Zusammenhang gerieten u. a. auch jene besagten Jahreszahlen zum Transfer, die von den Wissenschaften bis heute noch nicht verdaut wurden:

(Tim. 23 e) >Die Zahl der Jahre (…) ist in der geweihten Schrift auf acht tausend Jahre angegeben. Von deinen vor neun tausend Jahren lebenden Mitbürgern (Athens) will ich dir nun ganz kurz die Gesetze und die schönste Heldentat berichten, die von ihnen vollbracht ward.< 

>Timaios 23 e< geriet auch dem deutschen Philologen Wilhelm Nestle zum bösen Stolperstein: In seiner Einleitung zu >KRITIAS< in >Platon Hauptwerke< (Kröner), setzte er eine Chimäre in die Welt, an der die Atlantis-Forschung arg zu beissen hat:  – In dem bis heute unerkannt gebliebenen Fake heisst es völlig unverfänglich: >In dem erhaltenen Bruchstück wird dem in die Urzeit zurückprojizierten agrarischen ldealstaat von Alt-Athen das imperialistische Seereich Atlantis gegenüber gestellt, das im Kampf mit diesem unterliegt<.

…da Athen jedoch erst um etwa 1.500 VC gegründet wurde, gerät ein  >Sieg Athens über die Atlanter Jahrtausende vor Athens eigener Stadtgründung<, …zum Paradoxum; zum Fake.   

Diese, tief in der Literatur fixierte Indoktrination dürfte wohl  m i t  die Ursache dafür zu sein, …dass unzählige Werke, darunter auch Brockhaus und Wikipedia, die freie Enzyklopädie, den >Sieg Athens über die Atlanter< auf (+–) 11.500 VC datieren… €

Siehe DER ZEITFAKTOR.

                  

Lesen Sie mein e-Book darüber; es lohnt sich:  

 

DER ATLANTIS CODEX 

 ISBN 978-3-00-034101-4 PDF

 

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