DIE ATLANTER - ALIAS NEUNBOGEN
Mittwoch, 02. Dezember 2020 - 22:19 Uhr

DIE ATLANTER – ALIAS NEUNBOGEN

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Der Begriff Atlantis geht (etymologisch) zurück auf Atlas. Über Atlas erfahren wir erstmals aus Hesiods THEOGONIA, eine Art Götterkunde aus dem 8. Jhdt. VC:    Als Sohn des Titanen Iapetos und der Klymene kämpfte Atlas bei dem Aufstand gegen die Götter auf Seiten der Titanen, …die dort verloren. Atlas wird daraufhin von Zeus dazu verdonnert, den Himmel auf einer fernen Insel im Nordmeer auf seinen Schultern zu tragen…                                                                                      Bei Plato hingegen war Atlas der älteste Sohn des Poseidon mit der Kleito:        (Kri. 113 c/14 a) >Nach Atlas wurde die ganze Insel und das Meer genannt, welches deshalb das Atlantische hiess, weil damals der erste König den Namen Atlas führte<. – Soweit die Mythen.

Im 5. Jhdt. VC erwähnte Herodot (490/480 – um 430/420 VC) erstmals, dass man zu seiner Zeit das Meer ausserhalb der Säulen des Herakles (Gibraltar), das >Meer des Atlas< nannte; – das atlantische Meer; – den Atlantik.                        Und in TIMAIOS erfahren wir dann von Plato von jener (Tim. 24 e) >grossen Heeresmacht, welche von dem Atlantischen Meere her übermütig gegen ganz Europa und Asien heranzog<.                                                                              Anhand der >Wenn-dann-Logik<  f o l g e r t  sich daraus auch die einstige Existenz der Anrainer-Völker des Atlantiks, – der Atlanter  –  und damit auch die Herkunft der Atlanter vom Atlantik.  - Sämtliche >Locations von Atlantis< sollten wir daher nicht mehr ernsthaft diskutieren. €

Merenptah berichtet auf seiner >Jahr 5 Stele< (1.208 VC) von seinem Sieg über eine, aus dem Norden kommende Koalition von Lebu, Turscha, Sekeles, Peleset, Theker, Denen, Sardana, Wasasa und Meschwesch, die unter dem Namen NeunBogen-Völker erstmals in der geschriebenen Geschichte dieser Welt erscheinen.

Der Neunte Bogen stellt primär einen geographischen Terminus dar:  Als eine Art Vorläufer der aktuellen Längen- und Breitengrade war das geozentrische Weltbild der Ägypter in zehn Bogen eingeteilt. Ich kenne keine bildliche Darstellung, wie die einzelnen Bogen skaliert waren. Bekannt ist jedoch das Grundkonzept, ...wonach die Sonne am ersten Bogen um die Mittagszeit keinen Schatten wirft und ...am zehnten Bogen um Mitternacht im Norden steht; >in der fernen Finsternis<. Als gesichert gilt, dass der Neunte Bogen durch das Land Temeh führt; das Nordland. Indem der Begriff NeunBogen zu Ramses‘ III. Zeiten (1.183 – 1.152 VC) für die Völker vom neunten Bogen stand, werden die Anrainer von Nord- und Ostsee in den ägyptischen Annalen sowohl NeunBogen, als auch  Temehu genannt; Nordländer­.

Zu Zeiten des Neuen Reiches Ägyptens (1550 – 1070 VC) war Atlas (inklusive aller grammatikalischen Derivate) noch völlig undenkbar; – er entstammt einer späteren Epoche:                                                                                                        Ramses III. spricht von einer Völkerunion vom >Neunten Bogen<, die am Ende des 13. Jhdts. in Ägypten einsickert und dort siedelt. Med. Habu Tafel 46:              >Jahr 8 unter seiner Majestät des Horus (1.175 VC): Mächtig wie ein Stier, stark und mit scharfen Krallen wie ein Löwe, der die Asiaten mit starkem Arm gefangen nimmt; Günstling der zwei Göttinnen: Mächtig wie sein Vater Montu, Sieger über die NeunBogen, der diese unterwarf und aus Ägypten vertrieb…< 

Zur Verifikation der NeunBogen-Völker als Atlanter heisst es weiter in >Bericht Jahr 8<: (Tafel 46, 70 – 84:)                                                                                                  >...Ich erschien wie Re (die Sonne persönlich) als König in Ägypten; ich beschütze sie (Ägypten), indem ich für sie die NeunBogen verjagte<.                  Als geschichtsrelevant heben sich aus den Prahl-Tiraden des Königs nur einige wenige Zeilen hervor, die jedoch mit der namentlichen Auflistung der  Atlanter einen prägnanten Einblick in das damalige Geschehen gewähren:

Aus Medinet Habu Tafel 46, 79/80:)                                                                          >Zu ihrem Bund gehörten die Peleset, Theker, Sekeles, Denen und die Wasasa. Sie legten ihre Hände auf die Länder des gesamten Erdkreises, ihre Herzen strotzten voller Selbstvertrauen. (Sie sagten:) >Unsere Vorhaben werden gelingen<. Jetzt war das Herz des Gottes, des Fürsten aller Götter darauf vorbe-reitet, sie wie Vögel (im Netz) zu fangen…<

Auf dem Seeschlacht-Panorama (Med. Habu-Tafel 37-39) heisst es >HINTER DEM KÖNIG<: >Jetzt zittern die aus dem Nordland, (die Nordländer,) die von ihren Inseln kamen, am ganzen Körper...<  

Auf Tafel 42 heisst es >VOR DEM KÖNIG<:  > Als >die von den Ländern auf den Inseln im Meer< nach Ägypten  kamen, verliessen sie sich vollen Herzens auf ihr Können…<

…und auf Tafel 44 heisst es >VOR DEM KÖNIG<: Mein starker Arm hat (diejenigen) gestürzt (besiegt), die gekommen sind, um sich selbst zu erheben: die Peleset, die Denen und die Sekeles…

Zusammenfassend, ist den Medinet-Habu-Texten des Ramses III. zu entnehmen, dass die einstigen Anrainer-Völker von Nord- und Ostsee, – zwei Binnenmeere des Atlantiks, – mit ihrer versuchten Landnahme in Ägypten, als Atlanter aktenkundig wurden.

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DER ATLANTIS CODEX  

 ISBN 978-3-00-034101-4 PDF

 

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